„Brandenburg halb drei!“
Mit der heutigen Aktion machen Kitas in der Lausitz sichtbar: Wir fordern eine klare, gesetzliche Regelung der Finanzierung!
Heute haben die Kitas in der Lausitz symbolisch um 14:30 Uhr geschlossen, auch bei Fröbel tragen wir diese deutliche politische Botschaft mit. Denn: Würden wir die Finanzierung des Landes Brandenburg 1:1 umsetzen, könnten wir keine längeren Öffnungszeiten anbieten. Betreuungszeiten über acht Stunden pro Tag werden aktuell nicht refinanziert. Viele unserer Kitas in Brandenburg öffnen bereits um 6:30 Uhr.
Absicherung der Betreuung gefährdet
Bis Ende 2025 hat das Land die dritte Betreuungsstufe – also die 9. und 10. Betreuungsstunde – noch teilweise finanziert. Diese Regelung ist ausgelaufen. Gleichzeitig bleibt der Bedarf hoch. Familien haben Anspruch auf mindestens sechs Stunden Betreuung täglich. Bei Bedarf wird dieser Anspruch auf bis zu zehn Stunden oder mehr erweitert. Ohne die Absicherung der Betreuung ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ernsthaft gefährdet.
Deshalb ermöglichen wir trotzdem längere Öffnungszeiten. Dafür planen wir unser Personal so effizient wie möglich. Das sichert die Betreuung, bringt unsere Teams aber an ihre Grenzen. Für Bildungsangebote, individuelle Förderung und Gespräche mit Familien bleibt zu wenig Zeit.
Wir bleiben dran!
Fröbel engagiert sich seit vielen Jahren für bessere Rahmenbedingungen in der Kindertagesbetreuung – und wird sich auch weiterhin dafür stark machen. Zu unseren Forderungen gehören ein besserer Fachkraft-Kind-Schlüssel und eine verlässliche Finanzierung, auch für die dritte Betreuungsstufe und längere Öffnungszeiten.