Der FRÖBEL-Nachwuchs bemalt „Wander-Glücks-Steine“
Getreu dem Motto „Gesunde Kinder malen für kranke Kinder“ bereiteten die Senftenberger FRÖBEL-Kinder viele Steine künstlerisch auf. Diese gingen anschließend an die Kinderkrankenstation der Sana Kliniken Niederlausitz.
Initiiert wurde das kita-übergreifende Kunstprojekt im Rahmen der „Lausitzer KinderKulturWelten“ durch die Diplom-Meisterschülerin für Bildende Kunst, Gudrun Engelken. Da viele der teilnehmenden Kinder bereits selbst einen Aufenthalt im Krankenhaus erlebt haben und wissen, dass sich ein kranker Mensch Aufmerksamkeit und Freude wünscht, motivierte es die kleinen Künstlerinnen und Künstler besonders, anderen etwas Glück zu schenken.
Zunächst hieß es allerdings, die Beschaffenheit eines Steins, als Teil der Natur, zu spüren und zu lernen, wie es sich mit Stiften darauf malen ließ. So gingen die Kinder auf eine Entdeckungsreise und ließen, so Renate Hensel, „ihre Gedanken wandern“. Schließlich fiel allen Kindern ein Motiv ein und so brachten über 200 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren ihre persönlichen Gedanken in Farbe und Form.
Durch das gemeinsame Projekt der Senftenberger FRÖBEL-Kitas wird das soziale Verhalten der Kinder untereinander gefördert, denn sie werden angeregt, für andere Personen etwas selbstständig zu schaffen, d.h. etwas, was sie selbst besitzen und mögen, am Ende auch zu teilen. Trotz dem die Mädchen und Jungen im Moment des Schaffens nur erahnen können, dass sie anderen eine Freude bereiten und Trost spenden werden, wurde allen schnell bewusst, dass sie mit den „Wander-Glücks-Steinen“ einen wichtigen Beitrag für ihre Gesellschaft leisten.
Die Künstlerin, Gudrun Engelken, stellte den Kindern Zeit und Raum zur Verfügung, in der/dem sie den Alltag vergessen konnten und die Möglichkeit fanden, sich frei zu entfalten. Selbstverständlich erhielten sie dabei stets die erwünschte Unterstützung durch Frau Engelken und die vielen fleißigen Helfenden, wie die Senftenberger Künstlerin, Renate Hensel, und viele Erzieher*innen der Einrichtungen. Nach Fertigstellung der vielfältigen Glücks-Steine, durften sich die Kinder auch noch einige Steine für ihre Lieben bemalen und es ließ sich schnell beobachten, wie das Geschick von Stein zu Stein zunahm. Die Wander-Glücks-Steine werden nun am kommenden Donnerstag, 29.09.2022, durch eine kleine Künstler*innen-Delegation aller drei teilnehmenden Kindertagesstätten der Kinderkrankenstation in Lauchhammer übergeben. Damit wollen die gesunden Kinder den kranken Kindern Hoffnung schenken und den Genesungsprozess bestärken. Die Kinder der Station, aber auch die anderen Patientinnen und Patienten, dürfen sich einen Stein auswählen, weshalb die Glückssteine fortan auf Wanderschaft gehen.
Im Rahmen der Vorbereitung wurde sich bewusst für die Steine entschieden, weil diese als feste Materie in der Hand Sicherheit geben und den Beschenkten – hoffentlich – ein Lächeln ins Gesicht zaubern werden. Gudrun Engelken empfand es am Ende der drei Tage selbst als größtes Glück, die wunderschönen und vielfältigen künstlerischen Ergebnisse zu begutachten.
Weitere Bilder zum Projekt finden Sie in unserer Fotogalerie.
Mehr über „Lausitzer KinderKulturWelten“
Das „Wander-Glücks-Steine“-Projekt stellt ein weiteres Mikroprojekt innerhalb des Vorhabens „Lausitzer KinderKulturWelten“ dar. Hierbei handelt es sich um ein partizipatives und intergeneratives Kulturnetzwerk, welches Kinder, Eltern, Fachkräfte, Kindertageseinrichtungen und Künstler*innen vereint und eine lebendige Begegnung zwischen den Menschen der Region ermöglicht. Gefördert wird das Projekt durch die Plattform Kulturelle Bildung der BKG und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur im Rahmen des Landesförderprogramms „Kulturelle Bildung und Partizipation im Land Brandenburg“.
Neben Fortbildungsangeboten für Fachkräfte werden Werkstätten, Projekttage, Ausstellungen und zahlreiche Veranstaltungen mit und durch die Senftenberger Kinder ausgerichtet. Ziel ist es, den Kindern vielfältige Kunst- und Kultur-Angebote zu bieten, in denen sie künstlerisch tätig sein können und Selbstwirksamkeit erfahren.