Kunstprojekt mit Gudrun Engelken – „Sommerbrise“

Unter dem Motto „Sommerbrise“ erschufen sich dieser Tage die Kinder der Senftenberger FRÖBEL-Kita „Zwergenhaus am See“ ein zweites Bühnenbild für das erträumte Amphitheater. Unter Anleitung der Künstlerin Gudrun Engelken, Mitglied im Verein Pro Ars Lausitz e.V., gestalteten die jungen Akteur*innen in einem dreitägigen Kunstprojekt eine farbenprächtige Kulisse. Mit der Verewigung auf der 2,10 x 4,20m großen Leinwand mittels Blumen, Schmetterlingen, bunten Flächen, Regenbögen und Tieren lernten die jungen Künstler*in, dass sie schöne Erinnerungen – hier ausgelöst durch die Jahreszeit Sommer – künstlerisch festhalten und diesen somit Ausdruck verleihen können.
Bei der Brise handelt es sich um einen unsichtbaren Wind, den die Kinder selbst erzeugen – durch die eigenen Erinnerungen. Dies wiederum unterstützt den Verarbeitungsprozess, den warmen und farbenreichen Sommer hinter sich zu lassen und gestärkt dem manchmal rauen Herbst entgegenzublicken. Mithilfe des zur Verfügung stehenden anregungsreichen Materials werden die Kinder ermutigt, sich auf Unbekanntes einzulassen und sich künstlerisch zu entfalten.
Dabei gab es kein „richtig“ oder „falsch“, vielmehr ging es um den Prozess des Ausprobierens. Mittels der ausdrucksstarken Farben wie pink, violett, blau, gelb und grün entstand auf der Kulisse, so die das Projekt begleitende Senftenberger Künstlerin, Renate Hensel, „ein Feuerwerk der Farben“.
Gemeinsam haben die Mädchen und Jungen der Kita Zwergenhaus am See etwas „großARTiges“ geschaffen. Es zeigte sich auch, dass die wiederholenden künstlerischen Prozesse bereits erste Wirkungen erzielen, denn die Kinder, die sich anfänglich das Malen noch nicht zutrauten und keine eigenen Ideen hatten, sprühen mittlerweile vor Kreativität und wollen gar nicht wieder aufhören. Dies bestätigte auch eine Mutti mit den Worten: „Wenn wir nach Hause kommen, braucht meine Tochter gar nicht mehr spielen, sie will einfach nur malen, malen und malen“. So verewigte sich ein Großteil der 170 Krippen-, Kita- und Hortkinder der Einrichtung und zeigten die Ergebnisse am Ende jeden Arbeitstages stolz ihren Eltern. Das Zwergenhaus am See steht für einen Ort, in dem Kinder einen kostenfreien Zugang zu Kunst und Kultur erfahren. Die künstlerisch-ästhetische Praxis schließt dabei an die Neugier von Kindern an und bietet eine Plattform des Experimentierens.
Im Medium der Künste lernen die Kinder sich mit sich selbst, der Gruppe und der Umwelt auseinzusetzen. Frau Engelken gelang es hierbei wieder einmal, den Kindern die Einstellung zu vermitteln, dass sie ALLE Künstler*innen sind.
Das Kunstprojekt im Zwergenhaus am See stellt ein weiteres Mikroprojekt innerhalb des Vorhabens „Lausitzer KinderKulturWelten“ dar. Hierbei handelt es sich um ein partizipatives und intergeneratives Kulturnetzwerk, welches Kinder, Eltern, Fachkräfte, Kindertageseinrichtungen und Künstler*innen vereint und eine lebendige Begegnung zwischen den Menschen der Region ermöglicht. Gefördert wird das Projekt durch die Plattform Kulturelle Bildung der BKG und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur im Rahmen des Landesförderprogramms „Kulturelle Bildung und Partizipation im Land Brandenburg“. Neben Fortbildungsangeboten für Fachkräfte werden Werkstätten, Projekttage, Ausstellungen und zahlreiche Veranstaltungen mit und durch die Senftenberger Kinder ausgerichtet. Ziel ist es, den Kindern vielfältige Kunst- und Kultur-Angebote zu bieten, in denen sie künstlerisch tätig sein können und Selbstwirksamkeit erfahren.

 

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